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Unsere Geschichte - Der etwas andere Weg zur Kaffeerösterei

Alles begann mit einer Tasse Espresso in Biarritz.

Rafael war bis dahin überzeugter Kaffeeverweigerer. Nicht aus Prinzip, sondern aus Erfahrung. Was ihm bislang als „Kaffee“ begegnet war, erinnerte ihn eher an bittere Enttäuschung als an Genuss.
Seine Frau Dominique mochte guten Kaffee schon immer, allerdings eher als kleinen Genussmoment beim Ausgehen, nicht als festen Bestandteil des Alltags. Folgerichtig besaßen die beiden zu Hause: nichts. Keine Maschine, keinen Filter, keinen Hauch von Koffein.

Rafael und Dominique waren aber schon immer Genussmenschen. Ihr Zuhause war ein Ort für lange Abende, gutes Essen und Freunde, die gerne blieben. Eines Tages griff ein befreundetes Paar beherzt ein und schenkte ihnen eine Kaffeemaschine. Nicht etwa für die beiden, sondern damit sie selbst nicht auf Kaffee verzichten mussten.

Dann kam Biarritz.

Dominique war hochschwanger und nach einem opulenten Restaurantbesuch irgendwo zwischen „satt“ und „nie wieder essen“. Sie dachte ein Espresso könnte helfen. Tat er natürlich nicht, denn auch ein Espresso konnte das Baby im Bauch nicht dazu animieren mehr Platz für das üppige Mahl zu schaffen. Aber das Entscheidende war: Er schmeckte hervorragend.

So hervorragend, dass Dominique Rafael überreden konnte, einen Schluck zu probieren.
„Ach was, Kaffee kann ja gut schmecken!“ war seine Reaktion und was folgte, war unvermeidlich.

Rafael begann zu tüfteln. Als Ingenieur nahm er die neue Welt nicht einfach hin, er wollte sie verstehen, verbessern, perfektionieren. Die geschenkte Maschine wurde zum Experimentierfeld. Von Mahlgrad bis Temperatur und Timing - nichts blieb dem Zufall überlassen.

Bis eines Tages Besuch kam und beiläufig bemerkte, Rafael sei doch „total der Typ für eine Siebträgermaschine“.

Er musste erstmal googeln, was das überhaupt ist, und nach kurzer Recherche war ihm klar: Das ist sie. Die einzig wahre Art, Kaffee zuzubereiten. Punkt.

Dominique sah das vorsichtig ausgedrückt… differenzierter. Jahrelang waren sie wunderbar ohne teures Equipment ausgekommen und jetzt sollte plötzlich die Königsklasse einziehen?

Rafael fand eine Lösung, die so logisch wie kühn war:
Wenn die Haushaltskasse das nicht hergibt, dann muss eben eine neue Einnahmequelle her.
Oder, etwas konkreter formuliert:
„Dann gründe ich halt ein Unternehmen.“

Gesagt, getan.

So wurde aus einer zufälligen Tasse Espresso eine Leidenschaft.
Und aus einer Leidenschaft schließlich eine Rösterei.

Bis heute sind uns genau zwei historische Momente bekannt, in denen eine Frau ein Lebensmittel mit ihrem Mann teilte und damit den Lauf der Geschichte veränderte:

Eva gab Adam einen Apfel.
Und Dominique gab Rafael einen Espresso.

Der Rest? Den können Sie schmecken.